Ein Prozess ist ein guter Kandidat, wenn er häufig startet, ähnlich endet und unterwegs
immer wieder dieselben Informationen braucht. Das kann eine Anfrage sein, die erst aus
einem Postfach gelesen, dann in eine Tabelle kopiert und später in ein anderes System
übertragen wird.
Besonders interessant sind Abläufe, bei denen Mitarbeitende viele kleine Entscheidungen
vorbereiten, aber selten wirklich neue Facharbeit leisten. Wenn jemand jeden Morgen
Nachrichten sortiert, Anhänge umbenennt oder fehlende Angaben nachfordert, lässt sich oft
ein stabiler Teil automatisieren.
Nicht jeder Schritt muss sofort vollautomatisch laufen. Häufig reicht es, wenn das System
sammelt, prüft, vorbereitet und markiert. Ihr Team entscheidet dann nur noch an den
Stellen, an denen Erfahrung oder Verantwortung gefragt ist.
Ein guter Start ist oft ein kleiner Abschnitt eines größeren Vorgangs. Erst wird ein
Eingang sortiert, dann eine Liste gepflegt, später eine Übergabe vorbereitet. So bleibt
das Projekt überschaubar und Ihr Team sieht schnell, ob die Automatisierung im echten
Betrieb trägt.
Beobachtung
Wenn Arbeit nur deshalb dauert, weil Informationen verteilt liegen, lohnt sich ein genauer Blick.
Automatisierung schafft dort Ordnung, wo Menschen heute zwischen Postfach, Liste, Ordner und Fachsystem wechseln.